Ride Bericht

RIDE UA 17-18 (394)Die große Weihnachtsaktion, die wieder in Kooperation mit den Royal Rangers lief, ist spannend und sehr gesegnet gewesen. Wenn Sie wissen wollen, was wir alles bewegen konnten und wie die einzelnen Teilnehmer dies erlebten lesen Sie gerne weiter: Den Ridebericht 2017/18 können Sie hier finden.

 

New Beginning – Ein Besuch in einem ganz besonderen Familienkinderheim

Unsere Pfingstreise traten wir zu 5 an: Sabine, Jakob, Johannes und sein Freund Ben und ich. Unser Ziel hieß wie meistens Mukatschewo und das Vorhaben: “encountertime” – also Gemeinschaft haben, mit Gott und allen ukrainischen Geschwistern, die das wollten.

So erlebten wir nachhaltige, tiefgehende, wunderbare Begegnungen mit Gott und unseren Geschwistern im Gebet, Lobpreis, prophetic worship, Auferbauen, Segnen (auch finanziell)… und auch bei allerlei Spielen. Eine wahre Kraftquelle!

Unser Quartier war dieses Mal im Familienkinderheim “New Beginning”, bei der Familie Matwejuk. Wenn der Begriff nicht so zweideutig wäre, hieße es für mich “Haus der Liebe”. Aber genau das beschreibt es am besten: ich habe noch nie zuvor so viel göttliche Liebe, Wertschätzung und Annahme erlebt, wie in dieser Familie! Damit meine ich nicht nur Gastfreundschaft – nein wir waren wie Familienmitglieder und obwohl alle angenommenen Kinder einen ganzen Rucksack voller Probleme mitgebracht haben, spürt man bei jedem einzelnen diese liebevolle Annahme! Es war ein großes Geschenk, einige Tage miterleben zu dürfen.

Michaela Wutz

Zu unserer großen Freude geht es auch Ksjuscha (sie hatte im Januar mit ihren 26 Jahren den 7. Schlaganfall) viel besser. Nach unserer ersten encounter-time sah ich sie nur noch lachend und unbeschwert und voller neuer Lebensfreude.

Danke auch an dieser Stelle wieder, an alle unsere treuen und auch an die spontanen Unterstützer. Ohne eure Hilfe könnten wir nicht viel tun! Der größte Dank geht an unseren Papa im Himmel, der uns beschützt, bewahrt und versorgt und beschenkt!

Patenschaften

Wir suchen aktuell für 6 Kinder in der Ukraine Leute, die bereit sind eine Patenschaft zu übernehmen. Je 3 davon leben im Familienkinderheim Arche bzw. im Familienkinderheim von New Beginning (sie Osterreise 2017). Für die teils kranken und behinderten Kinder zahlt der Staat kaum Unterstützung. Dennoch sind die meisten medizinischen Behandlungen und Medikamente in der Ukraine selbst zu bezahlen. Daher brauchen die Pflegefamilien dringend Unterstützung, um diesen bedürftigen Kindern wirklich gut helfen zu können.

Mit nur 10 Euro im Monat können Sie / kannst du hier große Hilfe leisten! Falls gewünscht können wir auch Briefkontakte ermöglichen und Fotos schicken. Bitte meldet euch einfach unter: mi-wutz@t-online.de

Osterreise 2017 -Paten gesucht

Oster-Hilfstransport mit vielen Begegnungen– Kinderpatenschaften gesucht!!

 Zu Ostern gab es wieder Gelegenheit eine Ukraine-Fahrt zu unternehmen. Diesmal brachen wir nur zu dritt auf – Michaela, Johannes und ich (Astrid). Wir hatten ein Auto voller Hilfsgüter für alle möglichen Leute, welches wir noch am Abend unserer Ankunft in Mukachewo komplett ausgeladen haben. Wir konnten bei der Familie eines ehemaligen Wutz’schen Au’Pair-Mädchens wohnen und genossen die Zeit im Familienverband sehr.

Am Karfreitag hatten wir als erstes einen Einsatz in der Gemeinde des lebendigen Gottes (wo wir im Winter bei der Weihnachts-aktion waren). Da wir kaum GelegenheitIMG_0661 hatten, vorher etwas einzustudieren, wurde vieles wenige Stunden vorher dank YouTube und mit vereinten Übersetzungskenntnissen improvisiert.

 

Wir hatten natürlich auch wieder unsere bewährten Handpuppen dabei und boten eine kurze Ostergeschichte dar. IMG_0677Johannes hatte mit einer Andacht einige biblische Worte für die ca. 50 jugendlichen Gäste parat. Wir sangen das Lied “He’s got the whole world…” auf Ukrainisch und spielten noch eine Pantomime zum Thema Ostern vor, die den Anwesenden die Bedeutung des Kreuzestodes Jesu verdeutlichen sollte. Natürlich gab es auch Gelegenheit zu Gebet für jeden, der wollte.   20170414_215214Am Karfreitagsabend sind wir noch zum Rest eines 24-Stunden-Gebets nach Uschgorod gefahren und hatten eine sehr gesegnete Zeit dort.

 

Am Karsamstag erledigten wir zunächst einigen Papierkram und mit Hilfe unseres Dolmetschers einige Spendenübergaben. Nachmittags besuchten wir wieder das Obdachlosenheim, wo wir auch schon zu Weihnach-ten einen Einsatz mit unseren Lebensmitteltüten und Schuhkartons hatten. Auch diesmal verbrachten wir mit Puppenspiel, Andacht von Johannes und einigen Bewegungsliedern eine vergnügliche Zeit mit den Kindern.
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Arche11-16W Klotschan-FamilieAm Abend waren wir noch in der Arche in Rakoschino eingeladen. Ursprünglich war ein Besuch von ca. 30 Minuten ausgemacht, aus dem schließlich 4 Stunden mit Abendessen und langer Unterhaltung wurden.

Inas Zustand mit dem Tumor ist unverändert – stabil, aber nicht ideal. Es besteht immer noch ein einseitiger Hörverlust, sowie die Lähmung einer Gesichtshälfte. Auch ist Ina als Hausfrau und Mutter nach wie vor wenig belastbar. Die größeren Kinder unterstützen sie gut bei allen anfallenden Tätigkeiten, sowie bei der Betreuung der beiden Pflegekinder v.a. bei Lyoscha, der nach wie vor sehr zuwendungsintensiv ist.

Da sich die Familie gerne ihrer Berufung gemäß als Familienkinderheim darauf vorbereiten möchte, ein weiteres Pflegekind aufzunehmen, sind sie weiterhin auf die Hilfe von CHHD e.V. angewiesen.

Als neues Pflegekind soll Mischa kommen, das dritte leibliche Geschwisterkind von Katya und Lyoscha.

CHHD möchte die Familie und auch die finale Fertigstellung der Baustelle „Altbau“ gerne weiter begleiten. Um eine gesicherte finanzielle Grundlage auch für die Pflegekinder zu gewährleisten plant CHHD die Familie in Form von konkreten Patenschaften unterstützen. Dies möchte CHHD zumindest für die Pflegekinder in der Arche realisieren – soweit möglich gerne auch noch zusätzlich für die jüngsten der fünf eigenen Kinder von Iwan und Ina.

Für konkrete Informationen haben wir aus der Ukraine Steckbriefe der einzelnen Kinder und der gesamten Familie Klotschan bekommen, die hier angefügt sind.

Die Arche-Familie stellt sich vor – in bunten Fotos und voller Informationen

 

Die Familie Klotchan – alle zusammenMutter Ina in der Mitte mit der roten Strickjacke (42), rechts daneben der älteste Sohn Iwan jun. (17), die älteste Tochter Nastja (25), die uns mit ihrem sehr guten Englisch auch schon öfters als Dolmetscherin ausgeholfen hat.

Vordere Reihe Katya (11) und der kleine Lyoscha (8)

Links daneben der jüngste Sohn Wowa (12) und Schwester Anja (14). Dahinter Papa Iwan (48) und Tochter Mascha (19)

 

Wir suchen PatenDie Geschwister Katya und Lyoscha wurden am 05.11.2013 aus dem Kinderheim angenommen. Sie stammen aus schwierigen Verhältnissen. Den Eltern ist das Sorgerecht wegen Alkoholabhängigkeit entzogen. Die Kinder haben durch den Alkohol-missbrauch bleibende Gesundheits-probleme und sind deutlich in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Katya (geb. 01.02.2006) hat Probleme mit den Augen, eine Stoffwechselstörung, sowie starke Knick-Senk-Füße. Sie hat eine deutliche Entwicklungs-verzögerung, schafft aber die normale Schule mit viel Unterstützung.
Ihr emotionales Verhalten ist beeinträchtigt.
 

Lyoscha
(geb. 26.04.2009)
hat sein erstes Lebensjahr unter ärztlicher Aufsicht verbracht aber ohne persönliche Zuwendung. Von dort wurde er in das Babykinder-heim überwiesen. Dort war er bis November 2013.

Der Junge hat eine starke Entwicklungsverzögerung (geistig behindert). Er leidet an einer Sehstörung, ist auf dem rechten Ohr taub und hat Probleme in der Motorik und Koordination (Bewegung). Seine Behinderung ist anerkannt und er bekommt Hausunterricht. 2×30 Minuten max. 1,5 Stunden pro Tag – mehr schafft er selbst mit einem Helfer nicht. Er ist auch stark hyperaktiv und kann sich nur sehr kurz konzentrieren (alles typische Schädigungen nach Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft!).

 

Mischa (geboren im Oktober 2013) ist der leibliche Bruder von Katya uns Lyoscha. Auch er musste sein erstes Lebensjahr im Krankenhaus verbringen und kam von dort in das gleiche Babykinderheim. Zur Zeit läuft der Vorbereitungsprozess (Dokumente usw.), um das Kind in die Arche zu übernehmen. Die Alkoholschädigungen sind bei Mischa besonders deutlich sichtbar. Eine genaue Diagnostik gibt es noch nicht. Rechs Katya, Lyoscha und der kleine Mischa – das dritte leibliche Geschwisterkind, das auch sehr gerne in die Arche aufgenommen werden würde. Die Familie bereitet sich darauf vor mit allem, was dazu gehört. Jedoch ist all das auch von dem weiteren Heilungsverlauf bei Inna abhängig

 

Klochan Ina Vasylivna — ist die Pflegemutter von Lyoscha und Katya.Im Jahr 2015 wurde bei ihr ein großer Gehirntumor entdeckt (Akustikusneurinom). Der Tumor verursacht links Taubheit und eine Lähmung der linken Gesichtsseite.

Am 01.06.2015 wurde eine radiochirurgische Therapie durchgeführt (Operationskosten – 5 Tausend US-Dollar). Es sind zwei Jahre vergangen: der Tumor ist Gott sei Dank nicht gewachsen aber hat sich leider auch nicht aufgelöst. Deshalb soll Inna alle drei Monate eine Therapie durchführen: Infusionen, Injektionen, Tabletten, MRT-Untersuchung des Gehirns.

Es gibt keine Versicherung, die eine Krebsbehandlung bezahlt. Daher muss die Familie das Geld selbst aufbringen.

Soweit alles Wissenswerte und Aktuelle aus der Arche.

Wer es auf dem Herzen hat, hier konkrete finanzielle Hilfe zu leisten, darf sich  g e r n e  mit uns in Verbindung setzen. Alle Kontaktinformationen finden sich am Ende des Newsletters.
Die übliche Höhe für Kinderpatenschaften in der Ukraine beträgt 10 € pro Monat. Jedoch ist es möglich den Betrag flexibel zu gestalten und natürlich den individuellen persönlichen Gegebenheiten anzupassen.

 

 

Am Ostersonntag, unserem letzten vollen Tag vor der Rückreise besuchten wir zur Abwechslung mal die andere Mukatschewoer Gemeinde (nicht die Gemeinde des lebendigen Gottes, wo wir sonst immer sind), wo man sich auch sehr über unseren Besuch freute. Wir überbrachten Grüße aus Deggendorf und berichteten über den aktuellen Kurzeinsatz.Danach genossen wir den Nachmittag bei unseren Gastgebern mit einem verspäteten Mittagessen, wo es u.a. ein typisch ukrainisches Osterbrot gab (rechts).

 

 

Für den frühen Abend wartete noch eine Einladung von Sascha und Igor (Leiterehepaar des Obdachlosenheims) auf uns, die uns in ihrem riesigen Privathaus erwarteten. Auch in deren Eigenheim wohnen etliche Pflegekinder im Teenageralter, die alle da waren. Es war eine sehr lustige, große Runde, natürlich wieder bei viel, viel Essen und herzlicher Gemeinschaft (Foto unten)

 

Sehr zu unserer Freude sahen wir auch Ksjuscha wieder (auf dem Foto die vorletzte der rechten Tischreihe – Mädchen mit Brille), die uns bei der unlängst zurück liegenden Weihnachtsaktion beim Einsatz im Obdachlosenheim tatkräftig unterstützt hatte, und die uns allen mit ihrem Lachen und ihrer sympathischen, offenen Art in lebhafter Erinnerung geblieben ist.Sie bereitete der Familie (und auch uns) Ende Januar plötzlich große Sorgen, da sie akut mit Halbseitenlähmung und anderen Symptomen von Entzündung und Vergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Schnell stellte sich heraus, daß Ksjuscha in Mukachewo nicht ausreichend behandelt werden konnte. So erfolgte die Verlegung nach Kiew in eine Spezialklinik (CHHD unterstützte die Behandlungskosten mit einer Sofortspende von 1000€). Die Behandlung verlief WUNDERbar und erfolgreich, obwohl im Zuge der Diagnostik noch sechs (!) alte Schlaganfälle gefunden wurden.
Wir freuten uns umso mehr über einen guten Genesungserfolg des Mädchens, von dem wir uns bei dem gemeinsamen Abendessen persönlich überzeugen konnten.
Vorne Links: Igor und Sascha, daneben Michaela und Astrid
Vorne rechts: Katya und Russlan (unsere Übernachtungsgastgeber diesmal) mit der kleinen Sofia

 

 

tolle typisch ukrainische Gebäcke

Ksjuscha hat keinerlei Lähmungen mehr zurückbehalten und ist dank ihrer engagierten Mithilfe im Haushalt in einer guten Rekonvaleszenz-Phase. Sie berichtet jedoch, daß sie schnell müde werde und oft Kopfschmerzen habe. Wir beten weiter, daß auch diese Symptome verschwinden und daß sich das Mädel weiterhin gut und komplett erholt.

Wie schon erwähnt leiten Sascha und Igor nicht nur das Obdachlosenheim mit einer kleinen Schar ehrenamtlicher Helfer, sondern auch noch ein eigenes Familienkinderheim in Mukachewo. Dazu haben sie ihr Privathaus erst vor kurzem angebaut, um noch mehr Kinder aufnehmen zu können, bzw. um die größeren Mädchen in dem neuen Anbau unter Supervision selbständig wohnen lassen zu können.
Aktuell laufen die Vorbereitungen, drei Kinder aus dem Obdachlosenheim zu übernehmen, für die auch dringend eine Patenschaft zur regelmäßigen Unterstützung gesucht wird.

Anbei ein kleines Portrait der drei – zwei Mädchen (Amelika (5), Alexandra (7)) und ein Junge (Kolya, 12)

 

Ihren Eltern wurde das Sorgerecht entzogen und die Kinder ins Kinderheim gesteckt. New Beginning – so heißt die Organisation von Sascha und Igor – arbeitete bereits vorher mit der Familie im Obdachlosenheim und kennt die Kinder. Daher läuft aktuell der Aufnahmeprozess in das Familienkinderheim.

Amelika hat große Probleme mit ihrer Lunge. Sie braucht außerdem noch Windeln und ist stark untergewichtig.

Auch Alexandra ist untergewichtig, kann nicht lesen (1. Klasse ist gerade beendet). Sie ist hyperaktiv und sehr verschlossen.

Kolya hat einen schweren Herzfehler und darf nicht rennen. Das Lernen fällt ihm sehr schwer.

Aufgrund der Misshandlungen und Vernachlässigungen sind alle drei Kinder emotional und mental weit hinter altersgleichen Kindern zurück.

 

Die Familie Sascha und Igor Matvejuk ist uns gut bekannt und macht seit Jahren eine großartige Arbeit mit den Kindern im eigenen Familienkinderheim und im Obdachlosenheim.

Aktuell läuft der Vorbereitungsprozess, um auch Auslandseinsätze wie „weltwärts“ (FSJ im Ausland) in diesen Programmen zu ermöglichen. Hierfür wäre ein zügiger Ablauf sinnvoll, um sowohl für das Obdachlosenheim, als auch für das Familienkinderheim bald passende Interessenten und somit personelle Unterstützung zu bekommen.

 

 

Soweit alle aktuellen CHHD-News der unmittelbaren Vergangenheit!

Für die zweite Jahreshälfte in 2017 gibt es auch konkrete Pläne, u.a. das 5-Jährige Bestehen des Vereins CHHD e.V. Im Herbst ist aus diesem Anlass ein eigenständiger Dankgottesdienst geplant. Für Sommer steht die Idee im Raum, mit den Kindern des Obdachlosenheims und den Royal Rangers aus Deutschland eine Art Camp in der Ukraine durchzuführen. In den folgenden Newslettern berichten wir hierüber.

 

 

Sollten Sie/Solltet Ihr Fragen haben, freuen wir uns über Rückmeldungen und wohlwollende Kontaktaufnahme. Auch ein Blick auf unsere Homepage lohnt sich immer wieder unter http://hoffnungsbringer.org/

 

Spenden sind gerne willkommen auf das Konto:      Sparkasse Regen-Viechtach
BIC: BYLADEM1REG | IBAN: DE06741514500023103906
(gemäß SEPA)

 

 

Wir wünschen allen CHHD-Freunden eine gesegnete Zeit und einen WUNDER-vollen Sommer!

Ihr/Euer Vorstand des CHHD e.V.  Michaela Wutz, Astrid von SeydewitzIMG_0703 Ostern1

Reisebericht: Weihnachtsaktion 16/17

6Freude und Hoffnung bringen, bedeutet auch selbst viel Freude zu haben! Dies durften wir dieses Jahr ganz besonders intensiv erleben.

Hier Mal ein ziemlich ausführlicher aber dafür mit vielen persönlichen Eindrücken bereichterter Bericht, von allen jungen Rideteilnehmern:

Alles in allem durften wir am Ende über 500 Leute zum Strahlen bringen, da wir dank eurer großzügigen Spenden über 6000 Euro für die Päckchen dabei hatten. Von diesem Geld konnten wir auch an die Missionare in Kiew und Wolnowacha (vergl. Augustreise ins Kriegsgebiet) weitergeben, damit auch dort Päckchen verteilt werden können.

Vergelt’s Gott für alle Spender und Beter! Ohne Euch, wäre dieser Einsatz nicht möglich gewesen!

Bericht: Hoffnung für die Ukraine

Die Ukraine ist ein armes Land in Europa und etwa doppelt so groß wie Deutschland. Im Westen gibt es sehr viel Landwirtschaft und im Osten viel Industrie und daher auch mehr Wohlstand. Doch seit fast drei Jahren gibt es einen Bürgerkrieg im Osten und viele Menschen müssen in den sowieso schon ärmeren Westen fliehen, da ihre Häuser durch Bomben zerstört wurden. Diesen Menschen wollten wir durch unseren Einsatz helfen und ihnen wieder neue Hoffnung auf eine Zukunft bringen. Zusätzlich haben wir auch Familien besucht, die in besonders armen Verhältnissen leben oder durch Krankheit stark belastet sind.

 

Anreise:

Am zweiten Weihnachtstag sind wir schon sehr früh in Deggendorf aufgebrochen, weshalb viele Teilnehmer schon einen Tag früher angereist sind und bei der RIDE-Leiterin Michaela Wutz übernachtet haben. Wir kamen sehr gut voran, da durch den Feiertag keine Lastwagen unterwegs waren und das Wetter sehr gut war. Nachmittags gegen 17:00 Uhr erreichten wir den Grenzübergang zur Ukraine. Es war ein kleiner Grenzübergang, in der Hoffnung, dass dort die Wartezeit geringer ist. Tatsächlich wurden wir sofort abgefertigt.  Über die Straßenverhältnisse berichtet ein Autofahrer folgendes: „an die Fahrbahnbeschaffenheit vieler Straßen musste ich mich erst mal gewöhnen. Glatte, ebene Fahrbahnen wie in Deutschland, sucht man vergebens. Viele Straßen sind durch unzählige Löcher gesegnet. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit konnte und wollte ich jedenfalls nicht erreichen.“ Letztendlich haben wir die knapp 1000km zu unserem Basislager, einer Gemeinde in Mukatschevo, in einer rekordverdächtigen Zeit von 12 Stunden geschafft.

Einkaufen:

IMG_3933Nach der ersten mehr oder weniger erholsamen Nacht ging es direkt nach dem Frühstück mit der Arbeit los. Wir wollten nicht nur die Kinder beschenken, sondern auch den Familien insgesamt 140 Lebensmittelpakete bringen. Der Inhalt wurde erst vor Ort gekauft, da es deutlich günstiger ist und man keine Probleme mit Transport und Zoll hat. Nachdem in den letzten Jahren die normalen Supermärkte mit den von uns benötigten Mengen überfordert waren, fuhren wir zu einem Großverbrauchermarkt und luden palettenweise Mehl, Reis, Zucker usw. in unsere Transporter. Anschließend wurden alle Einkäufe per Kette durch ein kleines Fenster in den Keller der Gemeinde gebracht, wo sie in 140 identische Tüten verteilt wurden. Ebenfalls wurden noch 200 Tüten mit Obst gepackt. Am Abend waren wir zum Essen in der Pizzeria nebenan. Umgerechnet kostet dort eine Pizza zwei Euro, daher waren wir auch jeden Abend dort zum Essen. Abschließend haben wir noch für den nächsten Tag Lieder auf Russisch geübt.

 

Besuch bei den Familien:

4Heute haben wir verschiedene Familien oder auch alleinstehende Menschen besucht. Dazu wurden wir in Teams aufgeteilt. Jedes Team bestand aus 5 -7 Personen, je nach Kapazität des Fahrzeugs. Zusätzlich fuhr bei diesen Einsätzen je ein Übersetzer mit. Unser Auftrag war es den Menschen wieder neue Hoffnung zu machen und für sie zu beten. Manche Familien leben in Mehrfamilienhäusern, wo die Elektrik nur noch bedingt funktioniert und die auch nicht den ganzen Tag über Wasser verfügen. Beheizt werden diese Wohnungen oftmals mit elektrischen Heizgeräten, die Flure sind meist kalt, da kaputte Scheiben in den Treppenhäusern nicht repariert werden. Zu Beginn unseres Besuches haben wir Weihnachtslieder auf Russisch gesungen. Die Familien oder auch einzelnen Personen bekamen die Tüte mit Lebensmitteln, in Familien mit Kindern bekamen diese ein Weihnachtspäckchen, welche wir aus Deutschland mit in die Ukraine genommen haben. Gerade die Kinder freuten sich besonders über unsere Geschenke. Manchmal war alleine schon der in Geschenkpapier eingeschlagene Karton etwas Besonderes. Auch wenn anfangs etwas zurückhaltend, fingen die Kinder dann doch auch an die Kartons auszupacken und zu spielen. Aber auch die alleinstehenden Personen freuten sich über unsere Geschenke. Ein Mann hat uns dabei besonders bewegt. Er sitzt im Rollstuhl und kann nicht mehr laufen. Auf die Frage, ob er denn auch mal seine Wohnung verlassen könne, sagte er, dass er einmal am Tag nur auf den Balkon fahren könne. Am Wochenende wird er durch ein Mitglied der Gemeine abgeholt. Er wird dann aus dem fünften Stockwerk nach unten getragen und in die Gemeinde gefahren, um dann am Gottesdienst teilnehmen zu können. Zum Neujahrsgottesdienst haben wir ihn dann auch in der Gemeinde getroffen. Das war ein sehr bewegender Moment für uns. Im Anschluss an die Verteilung der Geschenke haben wir immer mit den betroffenen Personen gebetet. Vorher haben wir sie immer nach ihren Gebetsanliegen gefragt. Bei den meisten haben wir für Gesundheit und Frieden in der Ukraine gebetet. Bei manchen Besuchen bekamen wir auch etwas zu Essen, obwohl die Menschen dort nicht einmal genug Geld haben, um ihre Wohnung zu heizen. Da die Ukrainische Küche nicht unbedingt der Deutschen entspricht war es auch für uns eine Herausforderung, die angebotenen Speisen zu essen.

 

Einsatz in einem Obdachlosenheim für Familien:

7 8Wir besuchten ein runtergekommenes Haus, in dem viele sozialschwache Familien auf engstem Raum leben. Diese besuchten wir in unseren Kleingruppen. Wir hatten Lebensmitteltüten für jede Familien dabei und Geschenke für die Kinder. Wir sangen ihnen russische Lieder vor und beteten auch mit ihnen. Viele Erwachsene waren sehr gerührt und bedankten sich. Es war schön zu sehen, wie man schon mit kleinen Dingen Menschen eine so große Freude schenken kann. Als wir fertig waren hatten wir für die Kinder aus dem Heim ein Programm vorbereitet. Der ganze Raum war gefüllt von Kindern in allen Altersgruppen, auch viele Mütter hatten sich bei dem Programm beteiligt. Wir hatten Lieder auf Deutsch mit Bewegungen für die Kinder einstudiert und sangen und tanzten mit ihnen. Es war schön zu sehen wie sich die Kinder beteiligt hatten und Freude daran hatten. Wir spielten noch einige Spiele mit ihnen und 20161229_170304anschließend feierten wir noch Geburtstag von ein paar Kindern, die in dem Heim leben. Am Ende bekamen alle noch Kuchen und etwas zu trinken. Bevor die Kinder den Raum verließen bildeten wir einen sogenannten Segnungstunnel. Wir stellten uns immer zu zweit gegeneinander und segneten die Kinder, während sie unter unseren Armen durchliefen. Es war ein sehr schönes Erlebnis so vielen Menschen eine Freude machen zu können.

 

Gestaltung eines Gottesdienstes:

Am Abend fuhren wir gemeinsam in eine Gemeinde in Mukatchevo. Bei diesem Einsatz durften wir das Programm gestalten. Als erstes begrüßten wir die Besucher. Übersetzt wurden wir vom Leiter unseres Partnervereins Dobrotschinets. Dann sangen wir ein paar Lieder auf Russisch, begleitet von einem Piano, einer Klarinette und einer Trompete. Zwei von unserem Team hielten kurze aber aussagekräftige Andachten, die wieder vom Pastor der Gemeinde übersetzt wurden. Dann sprach einer aus unserem Team ein Abschlussgebet und jeder, der ein Gebetsanliegen hatte, durfte nach vorne kommen und wir beteten für ihn. Dann kam das Lobpreisteam der Gemeinde auf die Bühne und sang ein paar Lieder. Danach verteilten wir die Lebensmittelpakete. Im Anschluss gab es Kekse und Getränke, die die Gemeinde für uns vorbereitet hatte. So kamen wir zu dem Privileg, Gemeinschaft mit den Menschen aus der Gemeinde zu pflegen und uns auch ohne viele Worte zu verständigen und zu lachen. Es war ein sehr bewegender Abend! Die Gastfreundschaft und Freude, die diese Menschen uns entgegenbrachten, und das in ihren Lebensverhältnissen, wird uns in Erinnerung bleiben. Und so kam es, dass am Ende nicht nur die Geschenke, sondern auch die Gemeinschaft zu einem Geschenk für diese Menschen wurde.

 

Besuch einer Roma-Siedlung:

20161230_131945Auf dem Weg zu dem Roma-Viertel (Zigeunern) waren erstmal die krassen Straßenzustände beeindruckend für unser 10-köpfiges Team. Teilweise dachte man, es wären kleine Meteoriten in die Straße eingeschlagen. Bei unserer Ankunft im Schneckentempo sind alle stehengeblieben bzw. angelaufen gekommen und haben neugierig ins Auto geguckt. Das Erste, was man gleich nach dem Aussteigen aus dem Auto an „Sanitäreinrichtung“ gesehen hat, war ein sehr schiefes, hölzernes Klo-Häuschen, das stark nach Einsturzgefahr aussah. Streunende Hunde sind dort Normalzustand. Die Roma selbst jedoch waren sehr nett und hilfsbereit – sie haben gleich angefangen unser Auto auszuladen und die Pakete und Tüten in den Versammlungsraum zu tragen. Selbst die Jüngsten packen dort kräftig mit an. Die Menschen haben sich sichtlich gefreut, dass wir gekommen sind. Im Versammlungsraum haben wir uns vorgestellt und zwei deutsche Kinderlieder mit Bewegungen gesungen, die der Übersetzer den Leuten übersetzt hat. Die Kinder und selbst die Erwachsenen waren voll dabei und hatten sichtlich Spaß beim Mitmachen der Bewegungen. Die Menschen dort sind sehr bescheiden. Am einprägsamsten war für mich, wie sehr man sie mit einem einzigen freundlichen Lächeln erfreuen konnte. Die strahlenden Gesichter werde ich nie vergessen! Man merkt richtig, wie liebesbedürftig die Menschen dort sind – nicht nur die Kinder. Als wir nach den zwei Liedern jeweils gefragt haben, ob sie diese nochmal singen wollen, kam kein Höflichkeits-Ja, sondern begeisterte Ja-Rufe! Das hat natürlich auch unser Team sehr gefreut. Beim Puppenspiel dann haben die Roma fasziniert zugeguckt und gelacht. Es war wunderschön sie so herzlich lachen zu sehen, wenn Jenny und Astrid ihre Späße mit der Puppe „Pucki“ getrieben haben. Als es später dann die Kinder-Pakete und die Versorgungstüten für die Familien gab, haben sie sie geduldig und dankbar angenommen und selbst dünnste und gebrechlich wirkenden alten Damen haben die 20kg-Tüte voller Kraft entgegengenommen. Auf dem Rückweg mit dem Auto konnten wir die „Häuser“ in dem Roma-Viertel nochmal sehen – sie sahen eher aus wie ein edlerer Slum: Viele kleine provisorische Hütten, dicht an dicht, gebaut um zu Überleben. Um etwas zu haben, was man ein Zuhause nennen kann. Da kommt man wirklich ins Grübeln, wie gut es uns hier in Deutschland geht und wie wenig wir das eigentlich zu schätzen wissen. Es war total schön und eine echt wertvolle Erfahrung den Menschen mit den Geschenken, der Musik, dem Puppenspiel dienen zu können und ihnen vor allem mit einem Lächeln ein so schönes Strahlen ins Gesicht zaubern zu dürfen.

 

Die Geschichte mit den Reifen:

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Unser Team

Am Abend vor Silvester waren wir zu einem Gottesdienst in einer Flüchtlingsgemeinde in Beregova eingeladen. Wie wir rechtzeitig vorher erfuhren gab es in der Gemeinde aufgrund eines Unfalls, weder Strom noch Gas für die Heizung. Dieser Umstand hielt uns jedoch nicht davon ab, trotzdem aufzubrechen und den Einsatz durchzuführen. Den Raum erhellten wir mit Taschenlampen und für Wärme sorgten unsere Bewegungslieder. Dank Puki hatten auch die Kinder wieder viel zu lachen. Nach dem Gottesdienst entstanden noch viele Gespräche und wir verbrachten eine sehr gute und auch für uns auferbauende Zeit. Als wir uns dann doch auch wieder auf den Weg zur Unterkunft machen mussten bemerkten wir bei zwei unserer drei Autos, dass je ein Reifen platt war. Es war schnell klar, dass die Reifen mutwillig aufgestochen wurden, wobei auch ukrainische Autos Plattfüße hatten. Also fingen die Jungs an, die Autos wieder fahrtüchtig zu bekommen während die weiblichen Mitfahrer derweil auf der Straße Lobpreislieder sangen und beteten. Am ersten Auto war die Reparatur einfach, da es ein vollwertiges Ersatzrad hatte. Beim zweiten Auto war nur eine Dichtflüssigkeit mit Kompressor an Bord. Damit sind wir allerdings nicht sehr weit gekommen, da das Loch zu groß war, um mit der Flüssigkeit repariert werden zu können. Vier Leute saßen also erst einmal bei minus 11°C in der Kälte fest, bis ein Auto von der Gemeinde aus ca. 20 Kilometer zum Pannenauto gefahren ist. Wir hatten gehofft, dass das Reserverad von diesem Auto an den VW Bus passen könnte. Felgengröße und Lochabstand passten, letztendlich war aber der Lochdurchmesser für die Schrauben zu gering. Wir bekamen dann den Tipp, dass es in Mukachevo einen 24 Stunden Reifendienst gibt. Zum Glück war der auch nicht weit entfernt. Was wir dort dann erlebt haben, entspricht bei weitem nicht unserem deutschen Standard. Nachdem das Flicken des Reifens nicht funktioniert hat, wollte der Monteur einen anderen Reifen aufziehen. Das haben wir aber zum Glück abwenden können, da es sich um einen Sommerreifen ohne Profil handelte. Letztendlich wurde ein Schlauch eingezogen und wir konnten unser Rad wieder mitnehmen. Nach Montage des Rades bei klirrender Kälte konnten wir dann mit allen Fahrzeugen zur Gemeinde zurückfahren.

 

Rückreise:

Vor der Rückfahrt nach Deutschland haben wir nochmal alle Fahrzeuge durchgescheckt, Ölstände kontrolliert, Scheibenwaschwasser aufgefüllt und natürlich auch den Luftdruck überprüft. Die Rückfahrt bis zur ukrainischen Grenze verlief unproblematisch.

Bericht über ukrainischen Grenzwahnsinn

Schon bei der Einreise in die Ukraine, wollte ein Grenzpolizist 50 Euro von uns: für die Schokolade – pauschal- da ich ja nicht wusste, wie viel Kilogramm wir geladen hatten. Auch als ich ihm unseren Flyer zeigte, murrte er nur unverständliches, unfreundliches Zeug und wollte mir nicht glauben, dass wir gar keine Schokolade haben… Da es aber kurz vor Grenzschließung war, ließ er uns nach ein paar Stoßgebeten zähneknirschend ohne sein erhofftes „Weihnachtsgeschenk“ ziehen. Bei der Rückreise gerieten wir aber wieder genau an diesen Mann…. Nun war er geradezu am Suchen, was er dieses mal finden könnte…. Dennoch gab es auch dieses Mal kein Geld und mit Gottes Hilfe musste er uns auch dieses Mal wieder ziehen lassen.

An den EU-Innengrenzen ging es an diesem Tag verhältnismäßig schnell voran, sodass wir abends gegen 21:00 Uhr in Deggendorf eingetroffen sind. Nach einer Zwischenübernachtung in der Gemeinde sind auch die Rangers aus Neubrandenburg gut zu Hause angekommen.

 

Wir danke dem Herrn für alle Erlebnisse und Eindrücke, die wir aus dieser gesegneten RIDE Woche unter der Leitung von Michaela Wutz und dem Stamm 3-Deggendorf mitnehmen durften. Die gute Gemeinschaft zwischen uns Teilnehmern werden wir ebenso nicht so schnell vergessen. Da wären zum Beispiel die lustigsten Uno-Runden, die wir in unserem Leben gespielt haben. Oder eine Fahrt zu einem Einsatz mit 13 Personen in einem 7-Sitzer, weil wir ein Auto zu wenig hatten. Während der gemeinsamen Silvesterparty mit der Gemeindejugend haben wir auch viele neue Freunde in der Ukraine gefunden. So freuen wir uns schon darauf, auch in der Zukunft wieder an RIDEs teilnehmen zu können.

Hier noch ein paar weitere Eindrücke in Bildern und kurzen Videos:

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Programm in Shipka

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Spaß mit Pucki

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Programm für Familien in Mukatschevo

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Gemeinde in Beregova

Runtergekommen (Kallauch) und Oh du fröhliche auf Russisch.

Weihnachtsaktion 16/17

Nur noch . 10 Tage, dann ist es so weit: Wir dürfen den nächsten 3-Sterne-Ride in die Ukraine starten. Was das ist? Ein Diensteinsatz der christlichen Pfadfinder “Royal-Rangers”, die gemeinsam mit dem CHHD wieder Weihnachstpäckchen in der Ukraine verteilen. Die 25-köpfige Gruppe ist schon in sehr freudiger Erwartung und so mancher würde am liebsten Morgen schon losfahren. Die jungen Leute und auch einige Ältere kommen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands.

Wollen Sie / willst du uns unterstützen?

Dann hätten wir hier ein paar Gebetsanliegen:

- dass wir uns alle gut auf diesen Einsatz vorbereiten können

- dass wir uns schnell als Team zusammen finden, auch wenn sich die meisten noch nie zuvor gesehen haben

- dass wir bei den Besuchen viele Herzen erreichen und den Menschen Hoffnung bringen

- für freie Straßen, gutes Durchkommen und schnelle Abfertigung an der Grenze

- dass alle Autos fit sind und bleiben und alle unversehrt wieder zu Hause ankommen

- dass wir genug Finanzen bekommen, um auch die Teams im Donbas (vergl. Augustreise) zu unterstützen.

Fleißige Unterstützung bekamen wir schon vom Chorkreis Deggendorf e.V.

Foto Spendenübergabe 29.11.2016(Michaela)

Neues aus der Ukraine – November 2016

Liebe CHHD-Freunde!

Wir grüßen euch ganz herzlich zur staaden Zeit und versorgen euch auf diesem Wege wieder mit Neuigkeiten und Updates von CHHD und aus der Ukraine.

Reisebericht der Herbstfahrt – News aus der Ukraine

Michaela machte sich in den Herbstferien mit Sohn Johannes mal wieder auf Richtung Ukraine, um unter anderem Vorbereitungen für die anstehende alljährliche Weihnachtsaktion zu treffen, aber auch um viele Leute und Projekte zu besuchen.

Ganz herzliche Grüße bei der Gelegenheit an alle CHHD-Freunde aus beiden Gemeinden in Mukatschevo und aus der Arche.

Die Altbausanierung in der Arche macht erfreuliche Fortschritte

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Es wird immer wohnlicher im Dachgeschoss des Altbaus

Auch bei unserer Arche-Familie gibt es sehr schöne Neuigkeiten. Ina hatte vor kurzem ihren MRT-Kontrolltermin in Kiew. Zu unserer großen Freude wurde festgestellt, daß der Tumor kleiner geworden ist. Ina´s Familie berichtete uns unmittelbar danach sehr erleichtert darüber. Wir beten, daß der Tumor weiterhin zurück geht und daß sich damit auch die einseitige Taubheit, sowie die Gesichtslähmung und alle anderen Symptome verbessern. Ina ist nach wie vor beeinträchtigt und bei der vielen Arbeit in und um das Haus und auch bei der Betreuung der Pflegekinder auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen.

Marika hat seit August eine eigene Wohnung. Das Zusammenleben in der WG mit Lisa hatte nicht mehr funktioniert. Nach sorgfältiger Prüfung, welche Lösung hier gut ist, kam es zu diesem Entschluss. Wir haben Marika in ihrer Wohnung besucht. Sie hat alles sehr ordentlich und sauber. Sie ist sehr froh, dass sie nun eine eigene Wohnung hat. In der Nachbarschaft besucht sie einen Hauskreis. Essen kann sie an Arbeitstagen in der Kantine. Sie lernt nun auch Kleinigkeiten selbst zuzubereiten.

Lisa braucht im Moment viel Gebetsunterstützung. Obwohl sie bei einem Wettkampf im Gewichtsheben den 1. Platz erreicht hat, ist sie insgesamt am “Abstürzen”.

Weiterhin konnten Johannes und Michaela einen großen Kofferraum diverser Hilfsgüter  an verschiedenen Stellen verteilen und viele Leute besuchen.

Igor, der mit seiner Frau ein Familienkinderheim in Mukatschewo leitet hatte einen Herzinfarkt und musste einen Stent gesetzt bekommen. Um diesen Eingriff zu bezahlen bekam seine Frau den Auftrag innerhalb einer knappen Woche einen kompletten Jahreslohn (nach ukrainischem Level) aufzutreiben. Wir durften der Familie dank Eurer Unterstützung mit einem Betrag von 800 Euro aushelfen. Igor hat das ganze gut Überstanden und ist aktuell auf Reha.

Auch alle Vorbereitungen für die kommende Weihnachtsaktion konnten vor Ort erledigt werden. Aktuell sind wir 25 Personen aus verschiedenen Royal-Rangers-Stämmen aus ganz Deutschland, die sich am 26. Dezember mit unzähligen Weihnachtspäckchen wieder auf den Weg machen werden, um Kinder und bedürftige Familien zu besuchen und zu beschenken. Auch eine Aktion mit Flüchtlingen ist wieder geplant und wir dürfen auch zwei bis 3 Gottesdienste mitgestalten. Deswegen üben wir auch schon fleißig Weinachts- und Segenslieder in russischer Sprache.

Danke an alle, die unsere Anliegen im Gebet mittragen. Wer für den Herrn an “der Front” unterwegs ist, ist oft auch heftigen Kämpfen ausgesetzt. Daher sind wir jedem dankbar, der uns in schwierigen Zeiten mitträgt.

In dem Sinne bitten wir euch schon jetzt zu beten; dass wir bei der Weihnachtsaktion neben unserer Geschenkübergabe vor allem Hoffnung bringen dürfen, sowie Heilung, Befreiung und Wiederherstellung unserer Besuchten miterleben dürfen.

Ach ja, zum Stichwort „Front“, haben wir auch noch eine Titelbildgroße Bitte: wir wollen den Teams im Donbas-Gebiet, die wir ja im August persönlich besuchten, Geld schicken, damit auch dort Päckchen an die Bedürftigen verteilt werden können. Wenn du / Sie das auch auf dem Herzen hast/haben, würden wir uns über eine Spende herzlich freuen.

Benefizkonzerte des Chorkreis Deggendorf

Mitte Oktober gab der Chorkreis Deggendorf zwei Benefizkonzerte zugunsten CHHD. Beide Abende waren gut, bzw. sehr gut besucht und machten allen Beteiligten viel Freude. Mit Vergnügen für den guten Zweck zu singen ist die Motivation der Chorsänger, die den Zuschauern mit großem Engagement zwei unterhaltsame Abende boten.Foto Spendenübergabe 29.11.2016

Am DI, den 29.11. fand schließlich im Rahmen der wöchentlichen Chorprobe die offizielle Spendenübergabe statt. Chorkreisvorsitzende Annette Finkbeiner überreichte voller Freude einen stattlichen Scheck über € 2.551,62 an die CHHD-Vorsitzende Michaela Wutz. Es wurde natürlich auch ein Foto für die Zeitung gemacht und der CHHD bedankte sich nochmals ganz herzlich beim Chorkreis für die reichlich gelungene Unterstützung. Immerhin entspricht dieser gespendete Betrag theoretisch dem Umsatz von 11 Essensverkäufen, die ansonsten nötig gewesen wären, um eine ähnlich hohe Spendensumme zu erzielen.

Astrid v. Seydewitz (2. Vorsitzende, Schriftführerin)

Zurück aus dem Donbas-Gebiet – Eindrücke aus Wolnowacha

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Wolnowacha

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Abfahrt in Mukatschevo

Nun liegen fast 6000 Kilometer Reise hinter uns…. doch  erst Mal der Reihe nach: Bei unserem letzten Besuch in Mukatschevo lernten Johannes und ich  2 Missionare kennen, die den Ruf haben im Donbasgebiet zu dienen. Sie waren gerade dabei,  ihre Familien nachzuholen. Dieser Bericht traf mich tief ins Herz und ich hatte den Eindruck, dass ich sie unterstützen und besuchen soll. Spontan sagte ich laut zu meiner Übersetzerin Oksana und meinem Sohn Johannes: “Fahren wir nach Wolnowacha?”. Beide sagten zu und so begann unsere Vorbereitung im Gebet. Aus der Ortsgemeinde in Mukatschevo hatten die 2 Pastoren – Tibi und Ivan, und Ivans Sohn Vitalik – es ebenfalls auf dem Herzen dorthin zu fahren. So durften wir am 8. August gemeinsam unsere Reise antreten.20160808_182208 Es ging über gewöhnungsbedürftige autobahnähnliche Straßen mit Zebrastreifen, Linksabbiegespuren und Ampeln und normale Landstraßen zunächst bis Lubni – ca. 150 km hinter Kiew. Dort übernachteten wir in einem liebevoll und christlich geführten Kinderheim. Am nächsten Morgen20160809_071658 hieß es dann auch schon wieder früh Abschied nehmen. Nun wurden die Straßen allmählich schlechter und je näher wir dem Donbas kamen wurden die Autos immer weniger. Auf Nebenstraßen wuchs teilweise schon Gras… Die Landschaft links und rechts verriet noch nicht, welches Leid sich in 20160808_082601dieser Region verbirgt. Immer wieder mussten wir mal durch eine Straßenkontrolle der Polizei. Meine Befürchtungen, dass sie uns wegen des deutschen Kennzeichens besonders oft aufhalten würden, bestätigten sich Gott sei Dank nicht. Kurz vor Donezk entdeckten wir das erste zerbombte Fabrikgebäude und standen kurz drauf vor dem “Blockpost”. So nennt man in der Landessprache die Kontrollpunkte der Soldaten. Mit Maschinengewehr bewaffnet kommen kaum 18-jährige Männer, kontrollieren unsere Pässe und wollen wissen, woher wir kommen, wohin wir wollen und was wir dort machen werden. Obwohl daneben getarnte Panzer standen, Bunker, Verstecke und Schützengräben waren oder gerade mit der Hand geschaufelt wurden, herrschte eine sehr freundliche Atmosphäre. Die einen freuten sich über uns, weil die Ukrainer aus ihrer Heimat Zakarpatia (also auf der anderen Seite der Karpaten) kommen und die anderen darüber, dass Deutsche zu ihnen kommen. Nur fotografieren durften wir sie nicht.

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Hauskreis Wolnowacha

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Minen

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Nach dem Hauskreis gab es auch Hilfsgüter

In Wolnowacha erlebten wir einen Hauskreis im Freien. 17 sehr offene ältere Leute hatten Tränen in den Augen, als wir unser Lied “Skroi menja” (Berge mich in deiner starken Hand) und andere ukrainische Lobpreislieder sangen. Manche Leute schienen fast alle Hoffnung verloren zu haben, doch nach dem Gebet war wenigstens so ein bisschen an Lichtblitzen in ihren Augen zu erkennen. Einige litten schon vor dem Krieg unter unvorstellbarer Not und Schicksalsschlägen doch dann kam durch den Krieg auch noch die Angst, die zerrissenen Familien, Krankheiten und Zerstörung dazu. Manche verloren ihre Söhne im Krieg. Andere sind nun alleine, weil die Kinder geflüchtet sind. Wieder andere haben den Kontakt verloren, weil sie zu ihren Kindern in den besetzen Gebieten nicht hinkönnen. Die Felder sind vermint und die Zufahrtsstraßen gesperrt. Manche Dörfer scheinen wie Inseln in den besetzen Zonen zu sein…. Arbeit gibt es auch so gut wie keine. Viele Fabriken sind zerstört. Andere haben keinen Absatz mehr, weil der Hauptteil der Produkion nach Russland ging. Manche mussten schließen, weil zu viele Mitarbeiter an die Front geholt wurden oder geflüchtet sind. In den wenigen Geschäften gibt es ein spartanisches Angebot mit gestiegenen Preisen. Wohl dem, der noch so fit ist, dass er selbst etwas im Garten anbauen und für den Winter konservieren kann. Obwohl der christlich Glaube ja eigentlich verboten ist, sind die Leute sehr offen und interessiert. Übernachtet haben wir in Donskoe, einige Kilometer entfernt. Die Situation dort ist identisch. Im täglichen Gebetskreis versammeln sich dort ca. 20 Leute. Niemand stört sich daran, dass die Gebetszeit mehr als 2 Stunden dauert: weder die Schulkinder, noch die Teenies und auch nicht die vielen Omas. Sogar ein Soldat gehört zur Gruppe.

Obwohl Wassia und Aleksander zuvor niemand an diesen Orten kannten, erleben sie diesen Wachstum – sie sind ja erst seit April vor Ort.

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Schusslöcher in Toren und Zäunen

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Schusslöcher in Gasrohren und Mauern

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Splitterbombenteil aus dem Garten der Oma

In einem nahe gelegenen Ort – Nikolaijwska:  Dort hört man jede Nacht Schüsse. Im Ort selbst besuchen wir eine Oma, deren Haus bei einem Anschlag beschossen wurde. Die ganze Straßenzeile zeugt von diesem Angriff: Löcher in Zäunen, Wänden, Gasrohren….. und das am Ortsrand, auf einer unbefestigten Straße, auf der anderen Seite der Kinderspielplatz… Für uns ist es nicht nachvollziehar, was damit erreicht werden sollte. Um so erstaunlicher, dass uns die Oma erzählt, dass sie sich nicht abschrecken ließe, denn Gott sei mit ihr. Dazu kann man nur Amen sagen.

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Unser Team mit dem Donbas-Team: vorne von links Anita, ich, Aleksanders Kinder, Vitalik, Wassias Kinder. Hinten von links: Oksana, Ivan, Christina, Aleksander, Tibi, Wassia, Juditha. Johannes fotografiert

Besonders berührt hat mich das Zeugnis von der Mitarbeiterin Anita: sie wurde als Baby auf einer Müllhalde abgelegt. Sie durchlief eine Kindheit in Heimen, Zigeunercamps, auf der Straße und diversen Jugendeinrichtungen. In der letzen traf sie auf christliche Pflegeeltern und lernte dort Jesus kennen. Sie bekam den Ruf eine Bibelschule zu besuchen und in die Mission zu gehen. Wider aller Erwartungen bekam sie das Geld für die Schule zusammen und dient nun im Donbas Gebiet. Obwohl es keiner für möglich hielt, ist sie dort nicht nur akzeptiert sondern von Groß und Klein geliebt. Auch ich habe sie ganz tief in mein Herz geschlossen. Wir alle waren begeistert, welche Lebensfreude, Liebe und Begeisterung sie ausstrahlt. Ein wunderschönes Zeugnis, wie Gott aus unseren persönlichen Scherbenhaufen etwas Wunderbares machen kann. Ihre größte Not, weggeworfen und ungeliebt zu sein, verwandelte Gott in ihre größte Stärke: jeder sehnt sich nach einer Umarmung von ihr und lässt sich gerne von ihrer Freude anstecken. Sie selbst sagt, dass sie diese Umarmungen auch als Geschenk von Gott versteht.

Für mich selbst war es ein großes Geschenk, diesen Menschen Hoffnung bringen zu dürfen duch unsere Lieder, Zeugnisse, Kurzperdigten und natürlich auch der finanziellen Hilfe. Wieder und wieder durfte ich feststellen, dass der Segen, den wir über die einzelnen Leute dort aussprachen,  zurückkam. An dieser Stelle ganz herzliches “Vergelt’s Gott” an alle Spender und Beter! DANKE Ohne diese Hilfe könnten wir unsere Arbeit nicht machen.

Bitte beten Sie mit uns, dass die Menschen dort neue Hoffnung duch eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus schöpfen können, Heilung ihrer tiefen Herzenswunden erleben und auch von körperlichen Gebrechen und eine neue Perspektive für ihr Leben entwickeln können. Friede und ein Ende der Korruption sind natürlich weitere wichtige Gebetsanliegen.

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Tibi, davor Johannes, Sergej reiste bist Kiew mit, Vikalik, Ivan, Oksana (ich fotografiere)

Benefizkonzert des Chorkreises Deggendorf zu Gunsten CHHD

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Benefizkonzert für CHHD

Chorkreis Deggendorf e.V. singt für CHHD
Bei der Gelegenheit auch noch die geniale Information, dass unser Verein CHHD vom Chorkreis Deggendorf e.V. als Spendenempfänger für die diesjährigen Benefizkonzerte ausgewählt wurde. Zweiter Vorstand und Schriftführerin Astrid ist eine engagierte Sängerin im Chorkreis und hat den Kontakt hergestellt. So freuen wir uns, dass der Chorkreis Deggendorf die diesjährigen Herbstkonzerte zugunsten CHHD singt.
Damit der Spendenerlös kräftig ausfällt, nutzen wir diesen aktuellen Newsletter gleich dazu, kräftig die Werbetrommel zu rühren. Wer ortsnah ist oder noch Urlaub im bayerischen Wald plant, sollte sich den 14./15 Oktober um 20 Uhr freihalten. Da finden die beiden Benefizkonzerte in der Aula des Deggendorfer Robert-Koch-Gymnasiums für CHHD statt. Wir CHHD´ler, aber auch der Chorkreis freut sich über regen Besuch und lädt schon jetzt ganz herzlich ein, mit einem Konzertbesuch im Oktober quasi Gutes zu tun – besser geht’s nicht 
Wer den Chorkreis Deggendorf e.V. näher kennenlernen möchte, hat dazu spontan kommenden Freitag, den 03. Juni 2016 um 20 Uhr in Buchet (Buchet 2, 94505 Bernried, im Stadl des Wildberghof Gstettenbauer) Gelegenheit, denn da gibt der Chor sein nächstes Konzert. Ansonsten ist der Verein auch unter www.chorkreis-deggendorf.de zu finden und natürlich auf Youtube.

Oster- und Pfingstreise 2016

Zu Besuch bei unseren „Patenkindern“ – ein Bericht über die Oster- und Pfingstreise von Johannes und Michaela
Ganz früh am 21. März brachen Johannes und ich gen Osten auf. Nach einer unkomplizierten Fahrt konnten wir schon am späten Nachmittag unsere Hilfsgüter in der Gemeinde in Mukatschevo abgeben und kurz darauf mein ehemaliges Aupair-Mädchen Katya begrüßen. Dort wurden wir bei beiden Reisen wunderbar beherbergt und verwöhnt.
Von der Arche gibt es nur Gutes zu berichten: Ina geht es weiter gut, die Tests ergaben, dass der Tumor weiter steht und man abwarten kann. Sie fühlt sich soweit gut, hört aber weiterhin auf einem Ohr nichts und ein Gesichtsnerv ist auch betroffen (Lähmung). Die Kinder entwickeln sich gut und bemühen sich alle sehr, Ina eine gute Hilfe zu sein. Der kleine „Loscha“ macht erstaunliche Fortschritte und doch wird immer klarer, dass seine Vorgeschichte eine Behinderung hinterlassen hat. Doch Gott ist nichts unmöglich und so beten wir weiter um innere Heilung für den Kleinen und auch, dass Inas Tumor ganz verschwindet.
Ibula haben wir im Zigeunerviertel besucht. Wir waren mächtig erstaunt, dass dort nun ein 2-stöckiger Rohbau steht, von dessen Balkon aus Ibula über das gesamte Tabor (Lager – so nennen die Ukrainer das Viertel) überschauen kann.
Von der „Neuen Heimat“ unserer WG für die inzwischen erwachsenen Damen aus dem Kinderheim – gab es während der Osterreise keine guten Nachrichten. Es gab viel Streit und ein Mädchen weigerte sich ihren Anteil für die Miete zu bezahlen. Sie hatten auch einer weiteren jungen Frau mit Baby Obdach gewährt doch diese empfing nachts immer wieder verschiedene Männer und musste daher wieder gehen, auch wenn das für das Baby nicht gut ist.
Viele weitere positve Nachrichten konnten wir uns von den Pastoren und dem Leiter unseres Partnerwerkes Stas berichten lassen, sodass wir nicht alle persönlich besuchten.
Ein ganz persönliches Geschenk tat sich durch ein langes Gespräch mit Katya auf: sie erzählte mir von einer neuen Methode, die man in der Seelsorge anwenden kann. Sie heißt Sozo. Je länger ich ihr zuhörte, desto klarer wurde mir, dass das genau das ist, was ich suche und beschloss mich bei der nächsten Reise zu so einem Termin anzumelden.
Und so brachen Johannes und ich dann auch am 21. Mai wieder vor Sonnenaufgang auf, um nach Mukatschevo zu fahren. Dieses Mal ging es direkt über Beregova und die neu renovierte Straße direkt zum Ziel.
Sonntags erlebten wir einen geisterfüllten Gottesdienst und die Berichte von 2 Missionaren, die in der Nähe der Front dienen. Aktuell sind sie dabei alle Sachen zu packen, um dann mit der ganzen Familie nach Wolnowacha zurückzukehren. Dort sind hauptsächlich alte Menschen, Alleinerziehende mit Kleinkindern und Menschen mit Handicap zurück geblieben. Es fehlt an allem…. Teilweise sogar an Wasser und Grundnahrungsmitteln. Viele Häuser sind total zerstört. Arbeit gibt es so gut wie keine. Die Verbliebenen versuchen Gemüse anzubauen doch bis zur Ernte können sie nur mit Hilfe von außen überleben. Die Missionare verteilen Hilfsgüter und Bibeln. Sie laden in Hausgruppen ein und kochen für die alten Menschen, um ihnen zu Essen zu geben. Die Menschen sind sehr offen für Gottes Wort und haben viele Fragen. So baten die Missionare um Mitarbeiter und Teams, die wenigstens für einige Tage helfen können – und natürlich um Hilfsmittel und Finanzen, um der Not besser begegnen zu können. Wolnowacha liegt in einem besetzen Gebiet und deswegen möchte der Bürgermeister eigentlich nicht, dass dort christliche Gemeinden gegründet werden. Doch die Missionare bekamen die Erlaubnis, die Hilfsgüter zu verteilen und Essen anzubieten…. Und dabei dürfen sie auch von Jesus erzählen.
Natürlich ist das Team auch für jedes Gebet dankbar, denn sie brauchen Schutz und Bewahrung für die Familien und auch für die Bedürftigen und mehr Freiheit für Gottes Hilfe.
Mich persönlich hat dieser Aufruf tief berührt. Ich habe deutlich Gottes Ruf gehört bei der nächsten Fahrt im August einige Tage in Wolnowacha zu dienen. Wenn du / Sie es auf dem Herzen hast /haben, diese Arbeit, die von Alexander Wasilitsch geleitet wird, zu unterstützen, ist jede Spende mit dem Stichwort Wolnowacha herzlich willkommen!
Sweta hat ihr Häuschen soweit recht gut im Schuß, nur ist sie inzwischen sehr Müde von der vielen Arbeit. Sie hatten ihren riesengroßen Garten gut bestellt, denn nur davon kann sie leben. Für ihre Putzstelle in einer Bank bekommt sie nach Abzügen und Buskarte 35 Euro – dir reichen gerade so für Gas und Brot und ein paar Schulsachen für die Kinder. Die Inflation durch den Krieg macht auch den Menschen viel zu schaffen, die 1500 Kilometer vom Kriegsgeschehen entfernt wohnen.
Ähnliche Probleme berichten auch einige andere Familien, die regelmäßig Unterstützung von CHHD – also von euch liebe Spender und Freunde – bekommen.
In der „neuen Heimat“, der Damen-WG, ist wieder Ruhe eingekehrt. Doch die Zahlungsmoral der einen Dame lässt noch immer zu wünschen übrig.
Inas prachtvollen Garten in der Arche durften wir auch bewundern und hören, dass auch die ganz neuen Untersuchungen vor einer Woche erfreulicherweise gut ausgingen.
Unsere neue Familie ist aus Donezk. Der Vater Jehor war dort Pastor und musste mit seiner Familie fliehen, weil dort keine freien Gemeinden mehr erlaubt sind. Alle, die nicht Orthodox sind, sollten ihrem Glauben absagen oder gehen….. Jehor gefällt es gut in Mukatschevo und er hat auch eine kleine Arbeit gefunden. Doch er sagt: Ich möchte dort dienen, wo Gott mich hinschickt. In SEINEM Auftrag zu sein, ist mir das Wichtigste. Er Unterstützt die Gemeinde gerade bei der Neugrüdung einer weiteren Gemeinde des lebendigen Gottes in Beregova.
Gegen Ende der letzten Reise bekam ich noch die Gelegenheit, Sozo kennenzulernen und ausprobieren. Es war unglaublich befreiend, belebend, kraftspendend, heilend und gab Antwort auf viele Fragen.
So durfte ich auch bei dieser Reise in die Ukraine wieder erleben, dass wir zwar Urlaub, Geld und Schlaf opfern, wenn wir unterwegs sind aber Gott uns dies vielfach zurückerstattet.
Über die Rückreise kann ich nur sagen: ich fühlte mich wie von Engeln getragen und kam so fit, wie nie zuvor wieder zu Hause an. Johannes ist ein super Beifahrer und bereicherte auch in der Ukraine mit vielen Eindrücken und Fragen. Die kleine Sophia, die Tocher von Katya, hat ihn als besonderen Freund entdeckt und so konnte er auch eine ganz neue Seite zeigen: Er ist ein super Babysitter!