Ukraine im September 2014

Fast täglich gibt es neue Meldungen über die Ukraine, teils so viele, dass sie schon fast überhört werden und doch fehlen so viele Informationen… Einseitige Berichterstattung… Nun bekamen wir Informationen, von zwei Teams, die im September die Ukraine bereist haben. Die Nachrichten sind schockierend:

So berichtet Nehemia Uzghorod: An der Front kämpfen zum Teil Männer, die weder Helme noch kugelsichere Westen tragen. Und J. Kirschner von DHHN schreibt, dass es an  Essen, Trinken und Waffen fehle! Selbst in der Westukraine werden Männer, auch Geschwister eingezogen. Auf der anderen Seite gibt es dort nun Tausende von Flüchtlingen.Im Bericht von DHHN heißt es weiter: Die Preissteigerung für Lebensmittel beträgt bereits 30%. Und auch Gas wird bereits jetzt rationiert.

In vielen Betrieben gibt es nur noch Kurzarbeit. Teilweise fehlen die Mitarbeiter, weil sie zur Front geschickt wurden.

Separatisten legten diese Möbelfabrik eines Christen in Schutt und Asche. 250 Beschäftigte sind jetzt ohne Arbeit. Foto: K. Schock

Separatisten legten diese Möbelfabrik eines Christen in Schutt und Asche. 250 Beschäftigte sind jetzt ohne Arbeit. Foto: K. Schock

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Plakat neben einer Straßenkontrolle: links Janukowitsch, rechts Putin als Hitler Foto: K. Schock

 

Flüchtlinge berichten, dass sie von den Rebellen gezwungen wurden gegen ihr eigenes Land aufzustehen und zu kämpfen.

Viele Ukrainer – auch russischstämmige-  berichten über Hetzpropaganda der Russen: angeblich sollen Ukrainer ihr eigenes Volk beschießen, russischstämmige Einwohner foltern, terrorisieren oder gar umbringen. Diese Propaganda wird dazu benutzt anzukündigen, dass Russland seine Beschützer- und Befreierfunktion ausüben muss. Sogar auf Plakaten wird Putin mit Hitler verglichen oder gar als solcher dargestellt.

Im Bericht von Herrn K. Schock wird klar, dass sich auch radikal-russisch-orthodoxe

Auch diese Wurstfabrik (120 Mitarbeiter) wurde von orthodoxen Glaubens-Verteidigern zermbombt. Auf der Wand stand: "wir wollen euch protestantische Sektierer nicht". Foto: K. Schock

Auch diese Wurstfabrik (120 Mitarbeiter) wurde von orthodoxen Glaubens-Verteidigern zermbombt. Auf der Wand stand: “wir wollen euch protestantische Sektierer nicht”. Foto: K. Schock

Kosaken in den Krieg einmischen. Sie zerstören gezielt Häuser von Protestanten und evangelikalen Christen sowie deren Geschäftsgebäude. Schwerverletzte und Tote werden beim Beschießen in Kauf genommen. Es wurden Christen verschleppt, gefoltert, getötet und in einem Massengrab verscharrt. Vielen Pastorenfamilien aus den Unruhegebieten blieb nur die Flucht.

Als Beispiel für die Hetzpropaganda berichtet Herr Schock: Die Familie des Gemeindeleiters der “Verklärung-Christi-Gemeinde” in Slavjansk wurde ausgewählt, da sie protestantisch, wohlhabend, einflussreich und EU- bzw. Maydan-Symphathisanten sind. Die “Glaubenskrieger” zerstörten seine Möbelfabrik, brachten beide Söhne sowie 2 Diakone dieser Gemeinde um und verletzten durch einen Granatsplitter einen dritten Sohn der Familie schwer. Auch an anderer Stelle wurde zum Beispiel aus dem Hof einer russisch-orthodoxen Kirche auf Zivilisten gefeuert. Die Kirche war voll mit Munition. Der Priester Vater Vitaly soll die bewaffneten Radikalen in die Stadt geholt haben. Er wird aktuell als Verbrecher gesucht. Doch nicht genug der Zerstörung – im russischen Fernsehen wurde jeweils laut angeklagt: “so geht das ukrainische Militär mit seinen eigenen Leuten um”. Es störte die Berichterstatter nicht einmal, dass zu diesem Zeitpunkt die ukrainische Armee an den Kämpfen noch gar nicht beteiligt war.

Herr Schock ergänzt noch viele weitere Beispiele und es wird immer deutlicher: am Rande dieses ohnehin schon entsetzlichen Krieges findet auch noch Christenverfolgung statt….

So möchte ich Sie, lieben Leser dazu ermutigen, mit uns zu beten, dass wieder Frieden in der Ukraine einkehrt, um Schutz und Bewahrung insbesondere für die Christen und die Zivilbevölkerung und dass friedliche Mittel und Wege gefunden werden, um Putin in seiner systematischen gewalttätigen Destabilisierungspolitik zu stoppen.

Wenn Sie unsere Hilftransporte, die aktuell in erster Linie Flüchtlinge erreichen sollen unterstützen möchten, kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns auch über jede Spende, die wir für diesen Dienst einsetzen können!                            Domboki

In der Weihnachtszeit werden wir in diesem Jahr ganz gezielt Flüchtlingsfamilien besuchen und ihnen Weihnachtspäckchen der Royal-Rangers-Aktion “Strahlende Augen” bringen, um Jesu Liebe weiterzuschenken. Auch bei dieser Aktion sind wir für jede Hilfe dankbar!

von Michaela Wutz

 

 

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